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Forschung

Forschungsprojekte

Stephan Schröder (gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Rudolf Kassel): Edition der auf Papyrus erhaltenen Menander-Stücke im Rahmen der Reihe „Poetae comici Graeci“

 

Anna Nieschler: Der Borysthenitikos des Dion von Prusa. Einleitung und Kommentar

Der Borysthenitikos des Dion von Prusa ist eine vielschichtige Rede, die in komplexer Weise ganz heterogenes Material aus verschiedenen antiken wissenschaftlichen Disziplinen wie Historiographie, Philosophie und Rhetorik vereint. Zuerst gibt Dion die Beschreibung der Stadt Borysthenes, ihrer Umgebung und ihrer „barbarisierten“ griechischen Einwohner, wobei Dion sich selbst in der Art eines Sokrates inszeniert. Zuletzt hält er vor diesen Leuten in Borysthenes am Rande der griechischen Welt einen Vortrag über die harmonische Polis und die Polis der Götter mit zahlreichen Anknüpfungen an stoische und platonische Lehren. Die Arbeit will aufzeigen, wie Dion die einzelnen, inhaltlich sehr unterschiedlich ausgerichteten Abschnitte innerhalb der Rede zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügt, und vor welchem Hintergurnd und mit welcher Intention er die Rede in seiner Heimatstadt Prusa gehalten haben könnte. Ein erheblicher Teil der Arbeit besteht in einem lemmatischen Kommentar zu dem griechischen Text.